Arganöl zählt zu den teuersten Ölen der Welt. Der Grund: Der Arganbaum, Argania spinosa, wächst nur in Marokko und in Algerien. Das Öl stammt von den reifen Beeren, die gepresst werden. Der weltweite Boom von Arganöl ist unter anderem den Vereinten Nationen zu verdanken, die das Gebiet der Arganbäume zum Biosphärenreservat erklärt hat. In Marokko gilt Arganöl als Schönheitsmittel für Haut und Haar. Es spendet Feuchtigkeit, hemmt Entzündungen und wirkt Falten entgegen. Pflanzliche Wirkstoffe und ein hoher Anteil an Vitamin E bewirken, dass Arganöl verschiedene Hautprobleme lindert. Traditionell ist es in Marokko auch als Mittel gegen Haarausfall und Gelenkschmerzen bekannt.

Die einzigartige Zusammensetzung der Fettsäuren von Arganöl hilft besonders gut bei trockener Haut. Die Ölsäure hilft, die Pflanzenwirkstoffe des Öls tief in die Haut einzuschleusen. Dort unterstützt Linolsäure die Funktion der Talgdrüsen, das Sebum für die Haut herzustellen. Sebum - auch Hauttalg genannt - überzieht die Haut mit einer natürlichen Schutzschicht, die Krankheitserreger aller Art vernichtet. Linolsäure ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen. Nur wenn diese Membranen elastisch sind, können die Zellen in der Haut ihre Funktion gut verrichten und sich regelmäßig erneuern. Außerdem hat Linolsäure die Eigenschaft, Feuchtigkeit in der Haut zu binden. Zum einen erhöht Linolsäure den Gehalt von Feuchtigkeit in der Haut, zum anderen verringert sie auch den Wasserverlust.

Besonders bei Frauen in und nach den Wechseljahren führt verringerte Östrogenproduktion zu verstärktem Verlust und Feuchtigkeit und damit zu trockener, faltiger Haut. Gleichzeitig regen zahlreiche Wirkstoffe in Arganöl die Kollagenproduktion an. Das Strukturprotein Kollagen ist der wichtigste Bestandteil des Bindegewebes und der Haut. Ein Mangel an Kollagen kann ein Grund sein, warum Sie unter trockener Haut leiden. Arganöl enthält viel Koenzym Q10, Melatonin und Ferulasäure. Diese Substanzen kurbeln die Herstellung von Kollagen an. Die Haut kann Arganöl am besten aufnehmen, wenn sie leicht angefeuchtet ist. Direkt nach dem Duschen ist die ideale Gelegenheit, Arganöl in die noch leicht feuchte Haut einzumassieren. Andernfalls können Sie Ihre Haut mit wenig Wasser besprühen.

Die meisten Frauen leiden mehr oder weniger stark unter Cellulite. Der Grund ist die Struktur des weiblichen Bindegewebes. Bei Männern verlaufen die Fasern in allen möglichen Richtungen und verstärken sich so durch Verstrebungen. Bei Frauen sind sie jedoch parallel angeordnet und können durch Fettzellen leicht gedehnt werden. Die Einlagerung von Fett bewirkt, dass die Dellen der Orangenhaut entstehen. Gleichzeitig führt Cellulite dazu, dass die Zwischenräume zwischen den Fettzellen nicht mehr so gut durchblutet werden. Die Fettsäuren von Arganöl ähneln der menschlichen Haut und ziehen gut ein. Sie können in tiefe Hautschichten vordringen. Dort entfalten die zahlreichen Antioxidantien von Arganöl ihre positive Wirkung. So ermöglicht es Linolsäure, mehr Feuchtigkeit im Gewebe zu binden.

Das polstert quasi die Zwischenräume zwischen den Fettzellen auf. Gleichzeitig verstärken Koenzym Q10, Melatonin und Squalen die Durchblutung der Haut in den tieferen Schichten. Außerdem straffen die Procyanidine Epigallocatechingallat und Epicatechin die Haut – diese Substanzen kommen auch in grünen Tee vor und sind für dessen hautstraffende Wirkung verantwortlich. Besonders gut wirkt Arganöl bei Cellulite, wenn Sie es mit einer Bürstenmassage verbinden. Da eine Bürstenmassage anregend wirkt, ist dafür der Morgen der richtige Zeitpunkt. Streichen sie fünf bis zehn Minuten lang über betroffene Hautzonen in Richtung Herzen. Anschließend duschen Sie – ideal wäre eine Wechseldusche von kalt zu heiß. Nach der Dusche massieren Sie Arganöl in Ihre noch feuchte Haut ein.

rganöl kann die Symptome zahlreicher Hautkrankheiten verbessern. Ein Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass Arganöl den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessert. Das verringert zum Beispiel die Anzahl juckender Schuppen bei Psoriasis, der weit verbreiteten Schuppenflechte. Diese Wirkung ist auch bei Ekzemen wichtig, die häufig mit trockener Haut einhergehen. Darüber hinaus fördert und reguliert Arganöl die Durchblutung und die Produktion von Sebum in der Haut. Der Hauttalg hält die Haut nicht nur geschmeidig, er wirkt auch als natürliche Barriere gegen Krankheitserreger aller Art. Die antibakterielle Wirkung von Arganöl erstreckt sich auch auf das Propionibacterium acnes, den Erreger von Akne.

Die stark antioxidantische Wirkung von Arganöl dank Vitamin E und zahlreicher Pflanzenwirkstoffe hilft, Hautunreinheiten schnell abheilen zu lassen. Außerdem ist Arganöl ein nicht komedogenes Pflanzenöl. Das bedeutet, es verstopft die Hautporen nicht und führt deshalb nicht zur Bildung von Komedonen (Mitesser). Bei Hautkrankheiten können Sie selbst ein mildes Duschgel mit Arganöl herstellen. Dafür lösen Sie 50 Gramm geraspelte Kernseife in 200 ml heißem, destillierten Wasser auf. Nun vermischen Sie die Seifenlösung mit 30 ml Arganöl. Ein paar Tropfen ätherisches Öl sorgen für Duft. Ideal sind dafür Rosen- und Lavendelöl. Zusätzlich können Sie Ihre Haut täglich mit Arganöl pflegen. Am besten zieht das Öl ein, wenn Sie es in die leicht feuchte Haut einmassieren – etwa nach einer Dusche.

Der Reichtum der natürlichen Wirkstoffe von Arganöl lässt sich hervorragend für die Pflege von Haaren und Wimpern nutzen. Eine Massage der Kopfhaut mit Arganöl bewirkt, dass die gesunden Fettsäuren und Antioxidantien wie Vitamin E tief in die Kopfhaut eindringen und die Haarwurzeln erreichen. Das Öl fördert auf diese Weise das Wachstum der Haare und reguliert die Talgproduktion. Nach einer Massage lassen Sie das Öl am besten ein paar Stunden einwirken, bevor Sie Ihre Haare mit einem milden Shampoo waschen. Brüchige und gespaltene Spitzen können Sie ebenfalls mit Arganöl pflegen. Dafür verreiben Sie drei Tropfen Arganöl mit ihren Fingerspitzen und streichen damit über die Haarspitzen.

Eine Haarkur können Sie leicht selbst herstellen. Dafür vermischen Sie ein Eigelb mit vier Esslöffeln Arganöl, vier Esslöffeln Joghurt und einem Spritzer Zitronensaft. Massieren Sie die Haarkur gut in die Haare ein. Anschließend umwickeln Sie Ihren Kopf mit Frischhaltefolie und bedecken ihn mit einem Handtuch. Die Haarkur sollte mindestens eine halbe Stunde lang einwirken, bevor Sie Ihre Haare mit Shampoo waschen. Für die Wimpernpflege tragen Sie Arganöl am einfachsten mit einer Mascara-Bürste auf, die Sie mit heißem Wasser gründlich gewaschen haben. Die perfekte Zeit ist abends vor dem Schlafengehen. So kann das Öl über Nacht einwirken. Nach rund vier Wochen täglicher Pflege sollten Sie die ersten Effekte sehen.

Arganöl eignet sich hervorragend als Massageöl. Dank seiner Jodzahl von 95 bis 105 zieht es gut in die Haut ein und hinterlässt keinen fettigen Film. Die Jodzahl zeigt an, wie viel Gramm Jod 100 Gramm Öl lösen können. Je höher diese Zahl ist, desto besser kann das Öl in die Haut eindringen. Der Spreitwert von Arganöl liegt im mittleren Bereich. Das bedeutet, es lässt sich gut verteilen, ohne allzu schnell in die Haut einzuziehen. Außerdem fühlt es sich angenehm glatt auf der Haut an. Sie können reines Arganöl problemlos als Massageöl verwenden. Sie können es aber auch mit anderen Ölen vermischen, um die Eigenschaften von Arganöl zu ergänzen. Jojobaöl verstärkt beispielsweise die antibakterielle und antifungale Wirkung von Arganöl.

Allerdings ist die Haptik von Jojobaöl nicht ideal. Wir empfehlen deshalb folgendes Mischungsverhältnis: Eine Hälfte Arganöl, ein Viertel Jojobaöl und ein Viertel Kakaobutter oder Avocadoöl. Mit ätherischen Ölen können Sie dem Arganöl eine beliebige Duftnote verleihen. Im Prinzip bietet sich dafür jedes naturreine ätherische Öl an. Erlaubt ist, was Ihnen gefällt. Besonders angenehm empfinden wir im Allgemeinen Kombinationen von Kopf-, Herz- und Basisnoten. Zitrusdüfte und Nadelhölzer gehören zu den Kopfnoten, Blumen wir Rose und Lavendel zu den Herznoten und schwere Hölzer wie Zeder sowie Vanille zu den Basisnoten. Die Menge sollte 25 Tropfen pro 100 Milliliter nicht überschreiten.

Anbau & Herstellung

Die starke Sonne Marokkos lässt die Arganfrüchte für das Ysamin Arganöl reifen. Sie wachsen im Herzen des Biosphärenreservats Arganaraie zwischen Agadir und Essaouir. Berberfrauen sammeln die Nüsse von Hand und befreien sie von ihren harten Schalen. Nach dem Schälen sortieren sie alle Nüsse erneut. Das Ysamin Arganöl entsteht nur aus sehr trockenen Nüssen, deren Öl lange haltbar ist. Handarbeit und Maschinen ergänzen sich bei der Herstellung perfekt. Eine Hydraulikpresse verarbeitet die ganzen Nüsse, ohne sie zu erhitzen. Diese Methode garantiert, dass der fein nussige Geruch und alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Wissenschaftlich gut belegt ist die Wirkung von Arganöl bei Hyperpigmentierung. Arganöl beeinflusst die Melaninproduktion durch komplexe Prozesse auf der Zellebene. Das Pigment Melanin bestimmt die Haut-, Augen- und Haarfarbe. Melanozyten in der Haut bilden das Pigment aus dem Protein Tyrosin durch biochemische Reaktionen. Es schützt die Haut vor der schädlichen Wirkung ultravioletter Strahlen und vor oxidativem Stress durch Umwelteinflüsse.

Produziert der Körper zu viel Melanin, treten Altersflecken und Sommersprossen auf. Pigmentstörungen während der Schwangerschaft und Hautkrebs sind ebenfalls die Folge übermäßiger Melaninherstellung.

Arganöl hemmt die Herstellung von Melanin durch die Aktivierung eines Proteins, den MITF-Transkriptionsfaktor. Dieses Protein sorgt dafür, dass die für die Melaninherstellung notwendigen Enzyme nicht richtig arbeiten können. Eine Studie zeigte, dass Arganöl zwei der drei beteiligten Enzyme unwirksam macht, indem es Moleküle mit ihnen verbindet. Wissenschaftler vermuten, dass unter anderem der hohe Gehalt von Vitamin E in Arganöl dafür verantwortlich ist. Darüber hinaus führen sie diese Wirkung auf die Synergie der Pflanzenwirkstoffe von Arganöl zurück.

Der Effekt des Arganöls auf die Melaninproduktion tritt relativ schnell ein. Bereits 48 Stunden nach dem Auftragen des Öls stellt die Haut wesentlich weniger Melanin her. Nach 72 Stunden ist der Effekt am größten. Arganöl kann nicht nur Pigmentstörungen entgegenwirken. Gleichzeitig ersetzt es auch die antioxidantische Wirkung von Melanin durch seinen hohen Anteil von Vitamin E und anderer Antioxidantien.

Die natürlichen Inhaltsstoffe von Arganöl fördern die Wundheilung durch verschiedene Mechanismen. Unter anderem beschleunigt die Zusammensetzung der Fettsäuren das Abheilen von Wunden. Arganöl besteht zum Großteil aus Linolsäure und Ölsäure. Beide Fettsäuren stärken die Immunabwehr bei Wunden, indem sie die Zahl weißer Blutkörperchen im Wundbereich erhöhen. Gleichzeitig verringern sie die Anzahl abgestorbener Zellen an den Wundkanten.

Außerdem erhöht Arganöl den transformierenden Wachstumsfaktor TGF-β in Wunden. Dieses Signalmolekül begünstigt die Bildung neuer Zellen und sorgt damit dafür, dass sich Wunden schneller schließen.

Darüber hinaus beseitigen die zahlreichen Antioxidantien in Arganöl freie Radikale, die von Bakterien produziert werden und die Wundheilung verzögern. Der hohe Anteil an Vitamin E fördert den Heilungsprozess zusätzlich, obwohl die zugrunde liegenden Mechanismen derzeit noch unklar sind.

Beträchtliche Mengen von Koenzym Q10 und Melatonin in Arganöl verbessern die Wundheilung ebenfalls. Beide Substanzen stärken die Mitochondrien, die Energielieferanten von Zellen. Außerdem aktiviert Melatonin Enzyme, die entzündungshemmend wirken und die Bildung von neuen Blutgefäßen und Kollagen anregen.

Auch die zahlreichen Polyphenole in Arganöl unterstützen den Heilungsprozess der Haut. So verstärken Procyanidine die Wirkung von Vitamin E. Epigallocatechingallat, das auch in grünem Tee häufig vorkommt, hemmt Entzündungen über den Notch-Signalweg. Dieser Signalweg bewirkt, dass Zellen die Informationen umliegender Zellen bei ihren Aktivitäten berücksichtigen.

Seit Jahrhunderten verwenden die Berberfrauen Marokkos Arganöl für die Hautpflege. Arganöl hilft nicht nur, Feuchtigkeit in die Haut einzuschleusen. Es reguliert auch die Produktion von Hauttalg, die bei öliger Haut verstärkt ist. Eine übermäßige Talgproduktion ist einer der Hauptgründe für das Entstehen von Akne und Hautunreinheiten.

Studien belegen diese Wirkungsweise. Allerdings verstehen Wissenschaftler bisher noch nicht genau, worauf diese Wirkung von Arganöl beruht. Ein Grund für den fettregulierenden Effekt von Arganöl könnte der hohe Anteil von Linolsäure sein. Aus dieser Fettsäure kann der Körper Wachsester und Ceramide herstellen, die in der Hornschicht der Haut vertreten sind. Sie sorgen dafür, dass die natürliche Hautschutzbarriere gut funktioniert. Ist die Haut gut geschützt, können die Talgdrüsen ihre Produktion herunterfahren. Zusätzlich trägt Ölsäure dazu bei, die Abwehrkräfte der Haut zu stärken. Außerdem kann Ölsäure tief in die Haut eindringen und den Feuchtigkeitsgehalt der Dermis verbessern, der mittleren Hautschicht.

Ein weiterer Grund für die ausgleichende Wirkung von Arganöl auf die Talgproduktion der Haut könnte die einzigartige Kombination der Antioxidantien sein. Neben reichlich Vitamin E liefert Arganöl eine große Mengen der Antioxidantien, die in grünem Tee enthalten sind, unter anderem Epigallocatechingallat und Epicatechin. Kosmetik mit grünem Tee führt nachweislich dazu, dass sich der Fettgehalt der Haut reguliert.

Die Frauen der Berber benutzen Arganöl seit Jahrhunderten, um die Effekte der starken Sonne Marokkos auszugleichen. Mittlerweile belegen mehrere Studien, dass Arganöl die Elastizität der Haut von Frauen nach der Menopause verbessert. Außerdem erhöht Arganöl die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Das macht die Haut weicher und führt so zu einem entspannten Aussehen. Darüber hinaus wirkt Arganöl den Altersflecken entgegen, die durch die Ansammlung von Hautpigmenten entstehen. Mit zunehmendem Alter weist die Haut zwar weniger Melanozyten auf, Zellen, die das Hautpigment Melanin herstellen. Dafür sind die verbleibenden Melanozyten sehr groß und ungleichmäßig verteilt.

Wissenschaftler führen die positive Wirkung von Arganöl auf Falten und andere Alterserscheinungen der Haut auf die Zusammensetzung der ungesättigten Fettsäuren zurück. Linolsäure stärkt die Haut, weil Talgdrüsen sie in Wachsester und Ceramide umwandeln können. Darüber hinaus hilft sie, Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht zu binden. Ölsäure in Arganöl dagegen ermöglicht es den Wirkstoffen, in die mittlere Hautschicht, die Dermis, einzudringen. Dort können die zahlreichen Antioxidantien von Arganöl ihre Wirkung entfalten.

So schützt der hohe Anteil von Vitamin E die Haut vor Schäden durch UV-Strahlen. Die Wirkungen von Koenzym Q10 und Melatonin gegen Hautalterung sind durch mehrere wissenschaftliche Studien bewiesen. Beide Substanzen fördern die Bildung von Kollagen in der Haut. Dieses Protein ist in allen Bindegeweben des menschlichen Körpers vorhanden und verleiht der Haut ihre Elastizität. Das Antioxidans Squalen verbessert das Erscheinungsbild der Haut zusätzlich.

In Marokko wird Arganöl seit Jahrhunderten als universales Schönheitsmittel verwendet. Es stärkt brüchige Nägel stärken und verbessert den Haarwuchs. Marokkanische Männer nutzen Arganöl sogar, um Haarausfall zu bekämpfen.

Bisher ist die positive Wirkung von Arganöl auf Haare, Wimpern und Nägel wissenschaftlich nur unzureichend erforscht. Allerdings ist belegt, dass Arganöl durch Färben strapazierte Haare aufbaut.

Seine einzigartige Kombination von gesunden Fettsäuren mit zahlreichen Antioxidantien wie Vitamin E und Melatonin erklärt jedoch die stärkende Wirkung auf Haare, Wimpern und Nägel. Vitamin E und Melatonin regen das Wachstum von Haaren an. Besonders gut wirkt Arganöl bei Wimpern, da ihre Wurzeln nicht so tief unter der Haut sitzen wie bei Kopfhaaren.

Ölsäure führt dazu, dass die Pflanzenwirkstoffe von Arganöl tief in die Kopfhaut eindringen können und auch die Wurzeln von Wimpern erreichen. Linolsäure hilft, die für gesunde Haare wichtigen Wachsester und Ceramide aufzubauen. Diese Substanzen sind in Haaren enthalten und werden bei der Haarpflege oft herausgelöst. Linolsäure spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für gesunde Nägel. Ein Mangel an Linolsäure bewirkt, dass Nägel brüchig werden.

Außerdem liefert Arganöl eine beträchtliche Menge Squalen. Dieses Antixodans ist ebenfalls Bestandteil gesunder Haare. Squalen wird seit langer Zeit in zahlreiche Haarprodukte und andere Kosmetika für Haut und Nägel eingebaut, weil es Haarschäden reparieren hilft. Außerdem fördert es gemeinsam mit anderen Antioxidantien in Arganöl die Durchblutung der Haarwurzeln und des Nagelbetts und damit die Versorgung mit Nährstoffen.

Qualitätssicherung

Das Ysamin Arganöl erfüllt höchste Ansprüche an Qualität. Das marokkanische Landwirtschaftsministerium, überwacht das Bio-Zertifikat des Ysamin Arganöls. Zahlreiche Berberfrauen verdienen mit der Herstellung von Ysamin Arganöl ihren Lebensunterhalt und sichern sich so ihre Unabhängigkeit. Sie sammeln die Nüsse und befreien sie mit Steinen von ihren harten Schalen.

Erneutes Sortieren nach dem Schälen stellt sicher, dass nur absolut trockene Nüsse das Öl lange haltbar machen. Um höchste Qualität zu garantieren, weicht der Pressvorgang von der Tradition ab. Die Nüsse werden vor dem Pressen nicht gemahlen, weil Reibungshitze die Inhaltsstoffe schädigen würde. Eine moderne Hydraulikpresse liefert goldgelbes Öl durch kalte Pressung. Ysamin Arganöl riecht fein nussig und ist ausschließlich für kosmetischen Gebrauch bestimmt.

Geschichte und Herkunft

Mit den Phöniziern beginnt die Geschichte von Arganöl. Bereits 1550 vor Christus nutzten diese Seefahrer und Handelsleute das Öl für die Schönheitspflege. Seit vielen Jahrhunderten ist Arganöl ein wichtiges Produkt der in Marokko ansässigen Berber. Die Frauen der Berberstämme wurden Expertinnen in der Produktion des Öls, das sie zur Pflege von Haut und Haaren sowie in der Küche verwendeten. Ursprünglich halfen Ziegen dabei, die Nüsse von den dornigen Bäumen zu ernten. Die Ziegen klettern auf die Arganbäume und verzehren die Früchte, die ausgeschieden und dann weiterverarbeitet wurden.

Ende des Jahrtausends bestand die Gefahr, dass die Arganbäume aussterben. Viele Bäume wurden abgeholzt, um Orangen, Tomaten und andere Früchte anzubauen. Die marokkanische Professorin Zoubida Charrouf trug wesentlich zum heutigen Boom von Arganöl bei. Bereits 1996 gründete sie Kooperativen, damit Frauen weiterhin von der Produktion des Arganöls profitieren. Außerdem führte ihr Engagement dazu, dass die Eigenschaften des Öls wissenschaftlich untersucht werden.

Auch die Vereinten Nationen halfen, die Arganbäume zu erhalten. 1998 erklärten sie ein 800000 Hektar großes Gebiet in den Ausläufern des Atlasgebirges im Südwesten Marokkos zum Biosphärenreservat Arganeraie. 2014 würdigten die Vereinten Nationen die traditionellen Kenntnisse über Arganöl als immaterielles Kulturerbe. Der Arganbaum ist der einzige Vertreter der Gattung Argania, die zur Familie der Heidekrautartigen (Sapotaceae) gehört. Er zählt zu den ältesten Baumsorten der Welt. Die Bäume wuchsen in Marokko bereits im Tertiär vor rund 80 Millionen Jahren.

Sie werden bis zu 12 Meter hoch und bilden eine weit ausladende Krone. Dank ihrer bis zu 30 Meter tiefen Wurzeln können sie Dürreperioden gut überstehen und werden bis zu 400 Jahre alt. Charakteristisch ist ihre Rinde, die an Schlangenhaut erinnert. Tausende scharfer Dornen verhindern, die Beeren mit ihren Samen direkt vom Baum zu pflücken. Sie können deshalb nur gesammelt werden. Rund 30 Kilogramm Früchte liefern einen Liter Arganöl.

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